Rahmen

In einem großflächigen Einleitungschor (O Fortuna) wird über wuchtigen Ostinati die launenhafte Schicksalsgöttin Fortuna besungen. Durch seine Wiederholung am Schluss schafft dieser Chor einen Rahmen für logisch aufeinanderfolgende Situationen. In einem weiterer Chor (Fortune plango vulnera) meldet sich ein Opfer der unberechenbaren Göttin zu Wort.

Der Gesamtanlage entsprechend, gibt es keine das gesamte Stück hindurch agierende Figuren, sondern Prototypen, wie den Abenteurer, die Mädchen und ihre Gesellen, die Spieler oder auch das Liebespaar.

 

Fortuna Imperatrix Mundi (17)

Der Form nach ist dieses Lied ein "planctus" (Klage). Es handelt sich hier um eine im Mittelalter geläufige Strophenform und konnte den verschiedensten Gegenständen zugeordnet werden. Das vorliegende Gedicht ist ein Lamentum über Unglück im Würfelspiel und über Fortunas Launen. Der Text wechselt von der Anrede (O Fortuna) zur 3. Person am Ende.

 

Arbeitsaufgaben:

  1. An wen wendet sich der Verfasser? Wer ist die Hauptfigur?
  2. Mit welchen Begriffen wird diese Figur angesprochen?
  3. Stelle den Textverlauf schematisch dar!
  4. Welche Stilmittel lassen sich finden?
  5. Warum sind deiner Ansicht nach genau an diesen Stellen diese Mittel eingesetzt?
  6. Betrachte das folgende Bild! Was stellt es dar? Was hat es mit dem Text gemeinsam?

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